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2017.07.Leitartikel

Hört sich spanisch an? Ist aber griechisch.

In unserer Schrift wäre μάρτυς Martys, was vielleicht den ein oder anderen an das Wort Märtyrer erinnert. Was verstehen wir unter einem Märtyrer? Dem ein oder anderen kommt vielleicht die Geschichte von Ste­phanus in den Sinn. Oder ein anderer Na­me aus unserer Geschichte. Ein Märtyrer wird heute verstanden als eine Person, die für ihre politischen oder religiösen Ansich­ten getötet wird. Aber eigentlich hat das Wort eine tiefere Bedeutung. Martys ist der Zeuge. Ein Zeuge ist jemand, der Kenntnis, Wissen oder Mitwissen hat und dadurch fähig ist, in Kenntnis zu setzen, ans Licht zu bringen oder etwas zu bestätigen. Mit der Pluralform Martyres werden in der Bibel häufig die Personen bezeichnet, welche die Tatsachen des Evangeliums verkünden und seine Botschaft verbreiten. Dies finden wir so auch in Apostelgeschichte 1,8:

Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.

Die Befähigung, Zeugen zu sein, geschieht durch die Bevollmächtigung mit dem Hei­ligen Geist. Dynamis ist im Gegensatz zur körperlichen Kraft die Fähigkeit und das Können, Macht auszuüben. Dynamis erin­nert vielleicht an Dynamit, den Sprengstoff. Dieses Bild ist ein gutes Beispiel, um die Kraft zu verstehen. Dynamit kann so eini­ges anrichten, wenn er mal gezündet wur­de. Und so ist es auch mit dieser Kraft. Es ist die Kraft Gottes, mit der wir hier zuge­rüstet werden. Dieselbe Kraft, welche Jesus von den Toten auferweckt hat. Diese Kraft ist mit dem Heiligen Geist in uns. Dadurch werden wir befähigt, Zeugen zu sein. Nicht nur einfach Zeugen, die vielleicht den Ver­brecher vorbeirennen sehen haben. Sondern Zeugen, die Mitwissen und Kenntnis ha­ben. Unser Zeugnis ist nicht irgendein Zeugnis; das Evangelium ist das Beste, was es für einen Menschen gibt. Es ist Erlösung und Befreiung aus Sünde und Egoismus. Es ist die Zusage eines liebenden Gottes. Es verheißt Leben und das für immer. Es ist Hoffnung und hat so viel Kraft, diese Welt zu verändern. Von dieser Botschaft können und sollen wir Zeugen sein, bis an das Ende der Erde, in die entferntesten Flecken der Welt. Sowohl in Weil der Stadt, als auch im ganzen Landkreis Böblingen und Stuttgart und bis an das Ende der Erde. Egal wo du bist, kannst du Zeuge sein. Du brauchst auch keine Angst zu haben, denn Gottes Kraft, der Heilige Geist lebt in dir. Wenn dein Zeugnis vielleicht auch auf Ablehnung stößt, mach dir keine Sorgen. So ging es schon vielen vor dir. Unsere Aufgabe ist es, Zeuge zu sein, und nicht zu überzeugen. Zeuge von dem, was wir erlebt haben, wo Gott in unser Leben gesprochen und ge­handelt hat. Was hast du zu erzählen? Was hindert dich daran?

Mona Krähling

                                          

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