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maerz mit herz

März mit Herz, diese tolle Aktion im März in der Christus-Gemeinde bringt Menschen zusammen, die sonst nicht zusammen wären. Singles, Junge, Alte, Jugendliche, Fami­lien… Jeder kann sich beteiligen oder auch selber Aktionen anbieten: Wandern, Frühstü­cken, Kegeln oder gemeinsam ins Kino gehen – Zeit, einander zu begegnen. Schöne gemein­same Erlebnisse wirken wie guter Klebstoff und fördern das Miteinander, auch der ver­schiedenen Generationen. Und in einer Ge­meinde mit so vielen Generationen und nun auch Nationen wie der Christus-Gemeinde ist das sehr wichtig.

Unser Monatsspruch (die Monatslosung) für März hat mich trotzdem zuerst etwas ver­wirrt: Wurde der Vers von älteren Semestern „rausgesucht“, die dadurch begünstigt    werden sollten? Ist das überhaupt ein relevan­tes Thema für uns? Hier der Vers:

Vor einem grauen Haupt sollst du aufste­hen und die Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der HERR. 3. Mose 19,32

Ich denke der Vers ist zwar sperrig, aber umso wichtiger. Mir ist darin das Miteinander der verschiedenen Generationen stark aufgefallen: Es braucht beide – einen der ehrt und aufsteht und ein graues Haupt, welches da ist – sich nicht zurückzieht, sondern mit der Ehre des Alters umgeht und diese Ehre nicht zurück­weist, sondern zulässt. Das Gebot, die Alten zu ehren, ist nicht nur ein christliches oder jüdi­sches Gebot. In fast jeder Gesellschaft werden die Jüngeren dazu aufgerufen! Dies übrigens auch zum eigenen, späteren Vorteil: In einer Gesellschaft, in der es den Alten gut geht, ist gut alt werden. Dort kann das Leben gelebt wer­den.

Das Ehren der Älteren durch die Jüngeren wird in diesem Bibeltext aber explizit mit Gottes Namen verbunden („ich bin der Herr“), der für Jung und Alt, der ewige Gott.

Der Herr weiß, dass Menschen nur, weil sie älter sind, gerade nicht auf dem Abstellgleis deponiert werden sollen. Er hat Mose, Abra­ham oder den alt gewordenen Jünger      Johan­nes auch nicht „ausgemustert“ –  sondern sie in eine neue Rolle hineinberufen, in der sie Gott und seinem Volk dienen konnten. Das wurde zum Segen für alle! Denn wir sind weder zu alt, noch zu jung, um große Wunder mit Gott zu erleben.

Und der Herr, ja Gott selbst, möchte ein Mitei­nander der Generationen. Füreinander auf­stehen, Raum schaffen, füreinander beten und einander „durchtragen“. Dann können wir in Würde unser Leben leben, in Freiheit und herzlichem Miteinander – egal wie alt wir sind. Deshalb ruft Gott die Menschen auf, einander zu beachten und die Alten zu ehren!

Leider werden „die Alten“ häufig wenig beachtet. In einer Gesellschaft, in der alles gern immer neuer, frischer, jugendlicher zu werden scheint, weist der Vers auf etwas Wichtiges hin: Wir sind Gott wichtig, egal wie alt wir sind. Eine Sache möchte ich uns als Gemeinde noch mitgeben: Lasst uns die Alten von Her­zen ehren, denn dadurch ehren wir Gott. Lasst uns ihnen zuhören, helfen und sie ein­fach ernst nehmen. Nicht weil die Alten es nötig haben, sondern weil wir einander nötig haben!

Liebe Grüße

Jonathan Schirmer, Pastor

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