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2018.07.Leitartikel

Als Christus-Gemeinde sind wir mehr als nur eine Gemeinschaft von Menschen, die sich gut verstehen und etwas miteinander für Jesus ent­zünden wollen. Wir sind Gläubige, wir sind Menschen, die an Jesus glauben. Das macht den himmelweiten Unterschied von Christen zu anderen Gruppen oder Vereinen aus.

Und dieser Glaube ist mehr als nur „Gottver­trauen“! Er bedeutet auch: Gott kann! Gott kann und will uns Glauben schenken, dass er Neues oder gar Unmögliches tun kann. Das ist manchmal ganz schön herausfordernd. Vieles von dem, was Gott mit einzelnen Menschen und ganzen Gemeinden vorhat, können wir uns manchmal noch nicht einmal vorstellen. Und es fällt uns schwer, dies dann von Gott zu erbitten oder darin Gottes Wirken zu erkennen.

In Nazareth hatten die Menschen den Glauben an ein „Gott kann“ nur auf dem Papier; nicht aber tief in ihren Herzen. Den Zimmermann Je­sus, den kannten sie doch schon, seit er noch in die Windeln gemacht hatte. Sie waren dabei, als er in der Synagoge lesen und schreiben ge­lernt hat. Nun war er wieder da, wieder zu­hause in Nazareth, las öffentlich aus dem Buch Jesaja vor (vgl. Lukas 4,17ff; Jesaja 61,1-2) und verblüffte alle mit seinen Aussagen. Doch sie glaubten ihm nicht, denn woher sollte er, das alles haben? Was nicht sein kann darf nicht sein. Jesus reagierte darauf: „Und er tat dort nur wenige Wunder, weil sie nicht glaubten.“ (Matthäus 13,58 NL)

Jesus konnte in Nazareth nur wenige Wunder tun, weil sie nicht glaubten. Echter Glaube an Gott traut Gott auch Schwieriges oder Unmög­liches zu. Diesen Glauben hatten die Menschen in Nazareth nicht. Man sieht hier: Gott hält sein mächtiges Eingreifen zurück, wenn Menschen, ja auch Gläubige, nicht bereit sind, ihm zu ver­trauen. Das wird leicht übersehen.

Doch: „Ohne Glauben ist‘s unmöglich, Gott zu gefallen, …“ (vgl. Hebräer 11,6).

Achtung: Das bedeutet nicht, dass Menschen, bei denen ein Heilungswunder ausbleibt, zu wenig Glauben haben.

Ich möchte Gott mehr zutrauen! Denn ER kann auch mehr tun. Mehr mit unserer Gemeinde und mehr mit unserem Leben, als wir uns auch nur vorstellen können. Wir ahnen schon, dass dies auch unbequem sein kann und manchmal eben nicht alles vorher völlig durchdacht (wie bei Petrus auf dem Wasser) und planbar ist (siehe die Christen in Antiochia). Das gehört zu echtem Glaubensleben und auch echtem Ge­meindeleben einfach mit dazu. Und das gilt auch für uns hier in Weil der Stadt und Umge­bung. Auch wenn wir die Sicherheit der Pla­nung wirklich mögen: Es lässt sich eben nicht alles planen. Gott will Wunder tun und erwar­tet, dass wir ihm vertrauen.

So bin ich selbst sehr gespannt wie sich man­ches entwickeln wird in den nächsten Mona­ten, bin gespannt wie Gott sich zeigen und Wunder tun will: Mit der neuen Anstellung, beim Royal-Rangers-Sommercamp, mit der Er­öffnung unserer CG-Lounge, mit dem 20- Jäh­rigen Jubiläum der CGW, der Integration vieler neuer Kulturen in die Gemeinde und der wei­teren Verbreitung des Evangeliums – in Weil der Stadt und an anderen Orten. Doch eins ist sicher: Gott kann - deshalb lasst uns ihm Gro­ßes zutrauen.

Liebe Grüße

Jonathan Schirmer, Pastor

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